ERSTE HILFE BEI VERBRENNUNGEN

Immer noch gibt es gegensätzliche Empfehlungen zur Ersten Hilfe bei Verbrennungen - gerade auch im Hinblick auf die Kühlung. Der nachfolgende Auszug aus einem Schreiben von Dr. med. Hans Lemke, Ärztliches Leiter des Rettungsdienstes der Klinikum Dortmund gGmbH sollte hier etwas mehr Klarheit schaffen.

Dr. med. Hans Lemke:

" ... dass es gerade im Hinblick auf die Kühlung noch immer Gegensätzliche Empfehlungen gibt. Seit mehreren Jahren sind wir intensiv bemüht dem durch Herrn Adams publizierten Irrglauben, dass maximal bis 1% verbrannter Körperoberfläche gekühlt werden darf (hierzu gibt es weder valide Daten noch eine einzige vernünftige Studie!) vehement entgegenzuwirken. Auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV) wurden hierzu inzwischen Empfehlungen hinterlegt. Weiterhin erarbeitet die DGV zurzeit S2-Leitlinien für Brandverletzte, die im Frühjahr 2017 voraussichtlich veröffentlicht werden. Die S2k-Leitlinie: „Behandlung thermischer Verletzungen im Kindesalter“ wurde durch die Dt. Gesellschaft für Kinderchirurgie (federführend) und die Dt. Gesellschaft für Verbrennungsmedizin bereits im April 2015 veröffentlicht.

 Worin man sich einig ist, ist die Tatsache, dass der Patient keinesfalls auskühlen darf. Studien haben gezeigt, dass wache, ansprechbare Patienten nicht auskühlen. Sie fangen an zu frieren (Schutzreflex). Sollte das der Fall sein, so soll die Kühlung beendet werden.

Bewusstlose Patienten oder in ein künstliches Koma gelegte Patienten dürfen hingegen grundsätzlich nicht gekühlt werden, da hier  die entsprechenden Schutzreflexe fehlen.

 Der Laie darf also kühlen, bis der Rettungsdienst an der Einsatzstelle übernimmt. Der Rettungsdienst sollte die Kühlung beenden und die Schmerztherapie mit entsprechenden Analgetika fortführen."

Zusammenfassend empfiehlt Dr. med. Hans Lemke folgendes Vorgehen:

Erste-Hilfe-Empfehlung für die Laien:

  • Notruf 112
  • Bei wachen, ansprechbaren Patienten die Verbrennungswunden mit Leitungswasser (ca. 20°C) zur Schmerztherapie kühlen, bis der Rettungsdienst an der Einsatzstelle ist (ca. 8-12 Minuten)
  • Bewusstlose Patienten nicht kühlen!

Erste-Hilfe-Empfehlung für den Rettungsdienst: 

  • Kühlung stoppen, Fortführung der Schmerztherapie mittels entsprechender Analgetika (BTM in der Regel)

 

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BADEUNFÄLLEN VORBEUGEN

Selbst wenn die Olympischen Spiele in Brasilien zur Zeit anspornen sollten, auch beim privaten Badespaß mit Bestleistungen glänzen zu wollen: Übereifer und unüberlegtes Handeln können tödlich sein.

Immer wieder ertrinken Menschen beim Baden. Dabei trifft es nicht nur diejenigen, die gar nicht oder schlecht schwimmen können. Auch gute Schwimmer begeben sich in Gefahr von Strömungen, Untiefen und Selbstüberschätzung.

 

Mehr dazu aktuell auf der Homepage des WDR

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VERHINDERT DEN PLÖTZLICHEN HERZTOD!

Mit Defibrillatoren (AED - externe automatisierte Defibrillatoren) kann der plötzliche Herztod durch Herzkammerflimmern verhindert werden. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft BG BAU wirbt zur Zeit für eine geförderte Anschaffung von Defibrillatoren.

Gedacht ist der Einsatz der AED auf Großbaustellen ab 100 Beschäftigte bzw. auf Baustellen mit besonderen elektrischen Gefährdungen oder besonderen Rettungssituationen (z.B. Tunnel). 

Näheres über die Möglichkeit der Förderung erfahren Sie hier.

 

Quelle: BG BAU

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