DIE RETTUNGSKARTE - UNVERZICHTBAR FÜR RETTER

Moderne Autotechnik bietet mehr Sicherheit, erschwert aber teilweise die rasche Befreiung der Insassen. Wo an der Karosserie Spreizer und Schere anzusetzen sind, welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften nicht immer bekannt. 

 

Genau dafür gibt es die "Rettungskarte". Ausführliche Informationen unter:

"Rettungskarte"

Quelle: ADAC

Text ausblenden
Weiterlesen...

UNTERLASSENE HILFELEISTUNG

Schütteln, rütteln, weitergehen. Eigentlich sollte man davon ausgehen können, gerade in einer belebten Stadt im Notfall rechtzeitig - und mit einem Mindestmaß an Sachverstand - Hilfe zu erfahren. Doch trotz flächendeckenden Besitzes von Mobilfunkgeräten, der eine entscheidende Anruf bleibt aus. 

Über einen tragischen Fall aus dem Jahr 2014 wurde aktuell vor Gericht befunden.

 

Mehr dazu unter: Herzinfarkt am Dresdner Hauptbahnhof: 4200 Euro Geldstrafe für unterlassene Hilfeleistung

Quelle: http://www.dnn.de/Dresden/Lokales

Text ausblenden
Weiterlesen...

ERSTE HILFE BEI VERBRENNUNGEN

Immer noch gibt es gegensätzliche Empfehlungen zur Ersten Hilfe bei Verbrennungen - gerade auch im Hinblick auf die Kühlung. Der nachfolgende Auszug aus einem Schreiben von Dr. med. Hans Lemke, Ärztliches Leiter des Rettungsdienstes der Klinikum Dortmund gGmbH sollte hier etwas mehr Klarheit schaffen.

Dr. med. Hans Lemke:

" ... dass es gerade im Hinblick auf die Kühlung noch immer Gegensätzliche Empfehlungen gibt. Seit mehreren Jahren sind wir intensiv bemüht dem durch Herrn Adams publizierten Irrglauben, dass maximal bis 1% verbrannter Körperoberfläche gekühlt werden darf (hierzu gibt es weder valide Daten noch eine einzige vernünftige Studie!) vehement entgegenzuwirken. Auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV) wurden hierzu inzwischen Empfehlungen hinterlegt. Weiterhin erarbeitet die DGV zurzeit S2-Leitlinien für Brandverletzte, die im Frühjahr 2017 voraussichtlich veröffentlicht werden. Die S2k-Leitlinie: „Behandlung thermischer Verletzungen im Kindesalter“ wurde durch die Dt. Gesellschaft für Kinderchirurgie (federführend) und die Dt. Gesellschaft für Verbrennungsmedizin bereits im April 2015 veröffentlicht.

 Worin man sich einig ist, ist die Tatsache, dass der Patient keinesfalls auskühlen darf. Studien haben gezeigt, dass wache, ansprechbare Patienten nicht auskühlen. Sie fangen an zu frieren (Schutzreflex). Sollte das der Fall sein, so soll die Kühlung beendet werden.

Bewusstlose Patienten oder in ein künstliches Koma gelegte Patienten dürfen hingegen grundsätzlich nicht gekühlt werden, da hier  die entsprechenden Schutzreflexe fehlen.

 Der Laie darf also kühlen, bis der Rettungsdienst an der Einsatzstelle übernimmt. Der Rettungsdienst sollte die Kühlung beenden und die Schmerztherapie mit entsprechenden Analgetika fortführen."

Zusammenfassend empfiehlt Dr. med. Hans Lemke folgendes Vorgehen:

Erste-Hilfe-Empfehlung für die Laien:

  • Notruf 112
  • Bei wachen, ansprechbaren Patienten die Verbrennungswunden mit Leitungswasser (ca. 20°C) zur Schmerztherapie kühlen, bis der Rettungsdienst an der Einsatzstelle ist (ca. 8-12 Minuten)
  • Bewusstlose Patienten nicht kühlen!

Erste-Hilfe-Empfehlung für den Rettungsdienst: 

  • Kühlung stoppen, Fortführung der Schmerztherapie mittels entsprechender Analgetika (BTM in der Regel)

 

Text ausblenden
Weiterlesen...