INFORMATIONEN ZUR BG QSEH NOVELLIERUNG AB 01.04.2015

Die BG QSEH (Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe der gesetzlichen Unfallversicherungsträger) hat sich zu einer Änderung des Regelwerks zur Aus- und Fortbildung Betrieblicher Ersthelfer entschlossen. Die Änderungen treten ab dem 1.4.2015 in Kraft.

Die BG QSEH (Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe der gesetzlichen Unfallversicherungsträger) hat sich zu einer Änderung des Regelwerks zur Aus- und Fortbildung Betrieblicher Ersthelfer entschlossen. Die Änderungen treten ab dem 1.4.2015 in Kraft.

Was ändert sich?

Die Grundausbildungen und Fortbildungen Betrieblicher Ersthelfer erfolgen derzeit noch in einem Zeitrahmen von 16 Unterrichtseinheiten (Grundausbildung) und 8 Unterrichtseinheiten (Fortbildung, alle 2 Jahre). Ab dem 1.1.2015 wird der Umfang der Erste-Hilfe-Ausbildung auf 9 UE reduziert und der Umfang der regelmäßigen, in Zeitabständen von zwei Jahren erforderlichen Fortbildung auf 9 UE erhöht.

Was sind die Gründe für die Änderung?

"In den letzten Jahren haben sich in den verschiedenen Themenfeldern, u.a. im Bereich der Reanimation deutliche Vereinfachungen ergeben. Gleichzeitig deuten verschiedene wissenschaftliche Studien darauf hin, dass die Fülle der insbesondere für die Grundausbildung vorgesehenen Themen negative Auswirkungen auf die mittel- bis langfristige Verfügbarkeit der Kenntnisse bei den Teilnehmern hat." (Quelle BG QSEH-Papier zur Novellierung")

Sowohl die Ausbildung als auch die Fortbildung haben weiterhin das Ziel, den Teilnehmern Kenntnisse über lebensrettende und einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie grundsätzliche Handlungsstrategien im Notfall zu vermitteln. Die Kurse können ab 2015 mit optionalen Themen deutlich zielgruppenorientierter gestaltet werden, so dass die Ausbilder sich besser auf den spezifischen Bedarf der Teilnehmer einstellen können. Im Rahmen einer Fortbildung besteht so beispielsweise die Möglichkeit, Erste Hilfe-Maßnahmen an Kindern zu vermitteln.

Gibt es auch Änderungen bei Erste Hilfe-Kursen für Führerscheinänwärter und die Fortbildung "Erste Hilfe bei Kinderunfällen"?

Derzeit liegen uns noch keine verbindlichen Informationen zu einer Novellierung der Richtlinien für die Kurse "Lebensrettende Sofortmaßnahmen" (PKW) und Erste Hilfe-Grundkurs (LKW/Bus) sowie die Fortbildung "Erste Hilfe bei Kinderunfällen" vor.

 

Bei Fragen zu den neuen Regelungen wenden Sie sich gern an uns.
Ihr Team der Sanitätsschule Medicus

 

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BADEUNFÄLLE IN DEUTSCHLAND

In einem Beitrag der ARD wurde noch einmal auf die Gefahr des Leichtsinns beim Baden hingewiesen.

Am vergangenen Sommerwochenende sind mindestens 18 Menschen beim Baden in deutschen Gewässern ums Leben gekommen. Allein in Mecklenburg-Vorpommern starben am Wochenende sieben Menschen, auch in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Hessen gab es Badetote. Außerdem werden noch mehrere Menschen vermisst.

Eine hohe Zahl von Badetoten ist oft die Schattenseite eines besonders warmen Sommers: 2013 ertranken laut Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) allein in den Ferienmonaten Juni bis Mitte August etwa 250 Menschen.

DLRG warnt Männer

Die DLRG warnte vor allem Männer vor Leichtsinn im Wasser. Diese überschätzten häufiger ihr Leistungsvermögen als Frauen, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Statistisch seien vier von fünf Badetoten männlich. Oft würden Wassertiefen, Strömungen und Verwirbelungen nicht richtig beurteilt.

Besonders gefährdet sei die Gruppe der Männer über 60 Jahren: "Leichtsinn gepaart mit einem geschwächten Herz-Kreislauf-System führen häufig zu Herzversagen, Krämpfen oder schneller Erschöpfung."

Quelle: ARD

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WARNWESTENPFLICHT 2014

Ab 01.07.2014 besteht auch in Deutschland eine allgemeine Warnwestenpflicht: In jedem Fahrzeug muss unabhängig von der Zahl der mitfahrenden Personen eine Warnweste vorhanden sein. Die Weste in rot, gelb oder orange muss der DIN EN 471 bzw. der EN ISO 20471:2013 entsprechen.

Die neue Regelung betrifft alle in Deutschland zugelassenen Pkw, Lkw und Busse; Motorräder und Wohnmobile bleiben ausgenommen. Der Fahrer ist verpflichtet die Weste bei einer Kontrolle vorzuzeigen und zur Prüfung auszuhändigen. Bei einem Verstoß droht ein Verwarnungsgeld.

Für gewerbliche Fahrzeuge (auch Pkw) ist durch die Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltung (BGF) die Mitführung von Warnwesten bereits vorgeschrieben. Diese Verpflichtung ist in der Unfallverhütungsvorschrift UVV Fahrzeuge BGV – D 29 geregelt.  Danach hat der Unternehmer maschinell angetriebene Fahrzeuge mit Warnwesten für wenigstens einen Versicherten auszurüsten. Sind Fahrzeuge ständig mit einem Fahrzeugführer und einem Beifahrer besetzt, so müssen zwei Warnwesten im Fahrzeug mitgeführt werden. Der Träger der Unfallversicherung gibt Auskunft darüber, ob diese Vorschrift auf ein Unternehmen und dessen Kraftfahrzeuge Anwendung findet.

Quelle: ADAC

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